EKAZENT Hietzing
Die Planung orientierte sich konsequent an der klaren Formensprache des ikonischen Entwurfs der Architekten Windbrechtinger aus dem Jahr 1964. Im Mittelpunkt standen werterhaltende und zukunftsorientierte Maßnahmen, um den Bestand technisch sowie funktional auf heutige Standards zu heben. Das Konzept umfasste eine behutsame Bestandssicherung der historischen Baukörper, die umfassende Modernisierung der technischen Infrastruktur sowie gezielte, harmonische Zubauten unter Wahrung der charakteristischen Platzsituation.
Block A
Sanierung & Dachgeschossaufstockung
Der Schwerpunkt der Maßnahmen bei diesem viergeschossigen Riegel lag auf der Sanierung im laufenden Betrieb sowie einer strategischen Nachverdichtung. Neben der thermisch-ästhetischen Überarbeitung der Fassade und der Erschließungsbereiche wurde das Gebäude ab dem 3. Obergeschoss vollständig entkernt. Die bestehende Struktur wurde für eine moderne Hotelnutzung neu organisiert. Als Abschluss wurde das zurückgestaffelte Dachgeschoss in einer ressourcenschonenden Stahl-Holz-Leichtbauweise aufgesetzt.




Block B
Revitalisierung
Die baulichen Maßnahmen an Block B umfassten einen Teilabriss und Neubau in Stahlbetonbauweise – ebenfalls vollständig bei laufendem Betrieb. Während das Erdgeschoss mit seinen Gewerbe- und Verkaufsflächen strukturell neu organisiert und vollumfänglich saniert wurde, mussten die verfallenen Geschosse 1 und 2 abgetragen werden. Sie wurden durch einen Neubau ersetzt und um ein aufgestocktes 3. Obergeschoss erweitert. In Anlehnung an den Windbrechtinger-Bestand wurde die Fassade harmonisch angepasst und der Baukörper ab der zweiten Ebene zurückgestaffelt. In den neuen Obergeschossen wurden moderne Büronutzungen implementiert.
Wohnbau Eduard-Klein-Gasse
Schließung einer Baulücke
Mit diesem Neubau wurde eine innerstädtische Baulücke im historischen Herzen von Hietzing geschlossen. Die Komplexität des Projekts lag in der Integration einer öffentlichen Durchwegung auf Straßenniveau direkt in den Baukörper. Das zentrale Treppenhaus wird heute von zwei funktionalen Achsen flankiert: dem wichtigen Fußgänger-Durchgang zwischen Bezirksamt und EKAZENT sowie der Tiefgaragenzufahrt des Nachbarbestands. In den darüberliegenden Geschossen wurden fünf exklusive Wohneinheiten mit großzügigen Zwei- bis Dreizimmer-Grundrissen realisiert.




Key Facts
Ort: Wien
Fertigstellung: 2025
Leistungsphasen: Vorentwurf bis Ausführungsplanung (LPH2 – LPH7)
BGF gesamt: 5.135 m² (Block A), 4.275 m² (Block B), 440 m² (Block E)
Bauweise: Stahlbeton-Massivbau & Stahl-Holz-Leichtbau
Besonderheiten: Umbau bei laufendem Betrieb, historische Bausubstanz (1964), komplexe Infrastruktur-Integration